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  Vergangenheit und Zukunft
Evolution der Programmiergeräte


GALEP-1: Mittelalter (1988 - 1993)

EPROM-Programmiergeräte gab es damals schon seit mehr als 10 Jahren, doch Ende der 1980er kamen viele neue programmierbare Bauteile auf den Markt, darunter die populäre GAL Serie von Lattice. Es entstand der Bedarf nach einem preisgünstigen Programmiergerät. GALEP-1 war noch kein wirkliches Universalprogrammiergerät, unterstützte aber alle 1990 existierenden GAL- und EPROM-Typen (daher: GAL-EP). Und das Gerät ließ sich an einem PC-Druckerport betreiben - die meisten Programmiergeräte der damaligen Zeit benötigten eine eigene PC-Slotkarte.

GALEP-1 EPROM-Programmiergerät

Wegen seines günstigen Preises, portablen Designs and unkomplizierter Bedienung wurde GALEP rasch zu einem der populärsten portablen Programmiergeräte in Europa.

GALEP-II: Renaissance (1993 - 1996)

Standardausrüstung für Feldeinsatz und Programmierservice um 1993 waren ein Laptop-Computer und ein GALEP Programmiergerät. Während der Laptop eine Zeitlang netzunabhängig betrieben werden konnte, benötigte GALEP-1 stets einen Anschluss für seinen Netzadapter. Der Kundenwunsch nach einem wirklich netzunabhängigen Programmiergerät führte zu der Entwicklung des GALEP-II.

GALEP-2 pocket programmer

In dem noch etwas kleineren Gehäuse wurde ein Fach für einen 9-Volt-Akku untergebracht, der sich per Netzadapter aufladen ließ und zum Programmieren von etwa 100 Bauteilen ausreichte. Damit war GALEP-II das weltweit erste netzunabhängige Programmiergerät. Mit einer verbesserten Schaltung wurden jetzt auch mehr Bauteile unterstützt, z.B. Flash-Speicher und Microcontroller.

GALEP-III: Aufklärung (1996 - 2000)

Die Anzahl programmierbarer Bauteile explodierte Ende der 1990er und erforderte ein neues Konzept für Programmiergeräte. GALEP-III war das erste Universalprogrammiergerät der GALEP-Serie, ausgestattet mit universellen Pintreibern. Ein Pintreiber ist eine Schaltung zur Steuerung eines Pins am Programmiersockel. Die GALEP-III Pintreiber erzeugten Logikpegel, Pullup/Pulldown Widerstände, Takt und Logikeingänge für alle Pins des 40-poligen Programmiersockels. Acht der Sockelpins waren voll-universal und konnten auch auf Ground, Versorgungs- und Programmierspannungen geschaltet werden.

GALEP-3 universal programmer

Eine weitere Innovation war die Verwendung eines FPGA - eines anwenderprogrammierbaren Logikbausteins - zur Erzeugung von Takt- und Ausgangssignalen und zum Ansteuern der Pintreiber. Dieses Konzept sorgte für Flexibilität und Geschwindigkeit. Obwohl das GALEP-III Programmiergerät heute nicht mehr produziert wird, sind noch Tausende davon in Gebrauch, und die Software wird noch immer gepflegt.

GALEP-4: Neuzeit (2001 - 2012)

Drei harte Anforderungen waren für die nächste Programmiergeräte-Generation zu erfüllen. Das Gerät sollte länger mit einer Batterie laufen, es sollte schneller sein, und es sollte Programmierspannungen an allen Pins schalten können. Das Problem: eine Leiterplatte mit 40 wirklich universellen Pintreibern passt nicht mehr in das kleine GALEP-Gehäuse. Sollten wir auf ein klobiges großes Gehäuse umsteigen, so wie die Mitbewerber? Es gab eine bessere Lösung: Reduzieren der Leiterplattengröße durch höhere Integration - was die Entwicklung eines speziellen Pintreiber-ICs bedeutete. Conitec's eigens entwickeltes CDP01 Pintreiber IC löste nicht nur das Gehäuseproblem, es lieferte auch eine wesentlich bessere Signalqualität als diskret aufgebaute Pintreiber.

GALEP-4 universal programmer

Bei dieser Gelegenheit entwickelten wir auch ein eleganter aussehendes Kunststoffgehäuse mit einem großen Batteriefach. GALEP-4 war sofort sehr gefragt und wird, mit kleinen Änderungen, bis heute produziert.

GALEP-5/5D: Zukunft (2007)

Die Entwicklung immer größerer Speicherbausteine erfordert schnellere Programmier-Algorithmen und eine schnellere Datenübertragung auf das Programmiergerät. USB 2.0 und Ethernet erhöhen die Geschwindigkeit um das Vielfache, verglichen mit dem Datentransfer per Druckerport, machen jedoch einen eigenen Prozessor im Programmiergerät notwendig. Für die GALEP-5 Serie entwickelten wir einen ARM9 LINUX Kernel. Diese Rechenpower scheint etwas übertrieben für ein Programmiergerät, zahlt sich jedoch aus - und zwar in Form der kürzesten Programmierzeiten überhaupt.

GALEP-5 universal programmer

Der geringe Strombedarf von GALEP-5 erlaubt es, das Gerät völlig netzunabhängig am USB-Port zu betreiben. GALEP-5 und GALEP-5D sind die Programmiergeräte der Zukunft, mit einer so ausgeklügelten Hardware, dass sogar wir uns schwer vorstellen können, wie man ein Universalprogrammiergerät noch weiter verbessern könnte. Doch zweifellos wird uns irgendwann etwas einfallen...
 

GALEP-5P: Revolution (2012)

Die Produktion von mittleren und höheren Stückzahlen erfordert einen neuen Ansatz. In einer Produktionsline macht es keinen Sinn, Bauteile manuell in ein Gang-Programmiergerät zu stecken - der Programmierprozess muss fehlerfrei, schnell, automatisch und möglichst unsichtbar vonstatten gehen. Zu diesem Zweck haben wir eine neuartige, schlanke Lösung entwickelt.

GALEP-5P ist eine Mehrfach-Board-Programmierstation, ausgestattet mit zehn GALEP-5 Programmiermodulen. Die Kontaktierung erfolgt über Federstifte; die manuelle Bedienung beschränkt sich auf Einlegen der Boards und Niederdrücken der Klappe. Bis zu 1000 Boards pro Stunde können so automatisch programmiert und getestet werden. Dies ist unser Beitrag zur Revolutionierung der Serienproduktion - zum Bruchteil der Kosten eines traditionellen Chip-Programmierautomaten.

 

 
 

 

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